Verification · Validation · Falsification · Uncertainty

Kill or validate: Jede Behauptung braucht einen Weg zum Scheitern.

BenchEWS trennt Veröffentlichung, mathematische Spezifikation, korrekte Softwareberechnung und empirische Validierung. Keine dieser Ebenen ersetzt eine andere.

PUBLISHED THEORY ≠ EMPIRICAL VALIDATION ≠ IMPLEMENTED SOFTWARE

01 / Evidence Path

Kein Signal ohne bezeichnete Messkette.

  1. 01System & Forschungsfrage
  2. 02Boundary & Observable
  3. 03Daten & Provenienz
  4. 04Modell & Estimator
  5. 05Null- und Gegenmodelle
  6. 06Präregistrierte Kriterien
  7. 07Reproduzierbarer Lauf
  8. 08Evidenz, Unsicherheit & Abstention

02 / Published Framework

BenchEWS Individual v0.2: zehn harte Falsifikationskriterien

Der veröffentlichte theoretische Rahmen definiert zehn explizite Bedingungen, unter denen seine Temporal-Lead-Hypothese als nicht unterstützt oder falsifiziert gelten soll. Er berichtet keine empirischen Daten und ist kein validiertes Diagnoseinstrument.

02A / Falsifizierbarkeit auf Programmebene

Das Positionierungspapier benennt, woran die Architektur scheitern muss.

Die veröffentlichte Studie v1.0 verengt den BenchEWS-Anspruch auf ein nicht-skalares O/F/D/R/V-Profil und benennt Bedingungen, unter denen er geschwächt, ersetzt oder verworfen werden müsste. Sie ist eine Positionierungs-, Formalisierungs- und Falsifizierbarkeitsstudie – keine empirische Validierung eines funktionsfähigen Diagnoseinstruments.

Positionierungsstudie lesen und zitieren

03 / Temporal Validity

Estimator Latency ist Teil der Behauptung

Fensterlänge, Glättung, Sampling und Erkennungsverzögerung können einen scheinbaren zeitlichen Vorsprung erzeugen. Deshalb sind observed lead und estimator-latenzkorrigierter lead getrennt zu prüfen.

01

Parameter-Recovery misslingt

02

Null- oder Gegenmodelle erklären die Daten gleich gut oder besser

03

Temporal Lead verschwindet nach Latenzkorrektur

04

Ergebnis ist nicht robust gegen plausible Fenster und Preprocessing

05

Persistence-Metrik wechselt Richtung oder Bedeutung zwischen Regimen

06

Signal–Response Coupling ist nicht identifizierbar

07

Perturbations-Recovery ist nicht reproduzierbar

08

Out-of-sample-Leistung überschreitet die präregistrierte Null nicht

09

Ergebnis hängt von nicht offengelegten Einstellungen ab

10

Unabhängige Replikation widerspricht der zentralen Beziehung

04 / Decision States

Begrenzte Ergebnisse statt künstlicher Gewissheit

  • VERIFIEDBerechnung stimmt mit Spezifikation und Referenzfällen überein.
  • SUPPORTED IN CASEHypothese besteht benannte präregistrierte Tests in einem begrenzten Fall.
  • FALSIFIED / UNSUPPORTEDEin hartes Kriterium scheitert oder ein Gegenmodell trägt besser.
  • INDETERMINATEDaten, Messqualität oder Identifizierbarkeit reichen nicht aus.
  • NOT TESTEDFehlende Prüfung darf nicht als indirekter Erfolg gelesen werden.

05 / Self-Correction Validation

Früher zählt nur, wenn es zugleich verlässlich ist.

Die Prüfung muss Diskrimination, Kalibrierung, Vorlaufzeit, zusätzliche Information, Robustheit, Domänentransfer und Reproduzierbarkeit umfassen.

Δtlead = tbaseline − tBenchEWSΔtlead > 0

Ein positiver Vorlauf ist keine Verbesserung, wenn Fehlalarme, Instabilität oder Estimator-Bias zunehmen.

Falsifikations- und Recovery-Kriterien prüfen

06 / Software Boundary

Theorie, Implementierung und Evidenz bleiben getrennt.

Studio 1.4.0 ist veröffentlicht. Studio 2.0 bleibt funktional getrennt und in Releasevorbereitung. BenchEWS Individual, Quality-Driven Propagation und Adaptive Reopening gehören als veröffentlichte Theorie in den geplanten Studio-3.0-Forschungshorizont — nicht rückwirkend in Studio 2.0.